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Thailand Seite 1
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18.12.07 - Yacht Haven Marina, Phuket. Wir warten auf Oma und Opa, die ihre Enkelkinder - und auch uns - über Weihnachten hier besuchen. Es ist ziemlich voll hier und nach drei Tagen haben wir einen festen Liegeplatz. In Phuket bestimmt die Tide oft unser Weiterkommen. Genau vor der Marinaeinfahrt liegt eine Sandbank und wir können erst bei Hochwasser an unseren Liegeplatz. Auch die Strömung fuchst uns, doch bei weitem nicht so stark wie in Kuah, Langkawi, als Alfred gegen 3 Knoten von der Seite in den engen Liegeplatz steuern musste. Hier oben, im Norden der Insel, ist es weniger touristisch und die Bevölkerung ist eher muslimisch. Etwa 1 km entfernt gibt es ein Dorf, und Alfred testet gleich den Friseur und tags darauf den dorfeigenen Bolzplatz, wo er von der heimischen Jugend zum Mitspielen eingeladen wurde. Neben der Marina sind ein paar kleine Lokale mit leckerem Thai-Food. Fast täglich spazieren wir zu Phen und ihrer kleinen Coconut Bar & Restaurant. Sie lässt sich gerne in die Töpfe gucken und wir lernen quasi nebenbei wie man Tom Yum Goong Suppe zubereitet.
Foto: Kaltes Bier vor der Nase und Tom Yum Suppe im Anmarsch, da lacht der Skipper. 6.12. bis 13.12.07 - Thailand empfängt uns mit lautem Geknatter der Longtail-Boats, die Urlaubsgäste von den ankernden Fähren ans Ufer verschiffen. Unser Ankerplatz in Koh Lipe ganz im Süden Thailands stellt sich als äußerst belebt heraus. So kann man sich täuschen. Wir dachten, wir ankern vor einem einsamen Sandstrand auf einer wenig besuchten Inselgruppe. Statt dessen reiht sich ein Ressort an das andere. Wir hätten uns das denken können, nachdem sogar von Langkawi aus Touren zur Butang Gruppe angeboten werden. Vergeblich suchen wir zudem die 11 Meter Ankertiefe, die es wohl geben soll. So schmeissen wir das Eisen auf über 20 m. Belebt ist aber nicht nur der Strand, sondern auch das Meer. Es schaukelt uns ganz gewaltig hin und her. Nach zwei Tagen haben wir genug und fahren weiter nach Norden und nur wenige Meilen nach unserem Ankerplatz auf Koh Lipe sehen wir den idealen Stop. Hat wohl nicht sein sollen.
Foto: Longtail-Boote laden Urlauberhorden am Strand ab (Koh Lipe). Wir möchten langsam Richtung Phuket. Koh Rok Nok verspricht ein schönes Ziel zu sein: zwei Inseln mit steil aufragenden Felsen, Sandstrand, klares Wasser. Die Ostbucht kommt wegen Schwell nicht in Frage, so gehen wir nach Westen. Auch dieses Mal haben wir wenig Glück. Der ausgewiesene Ankerplatz ist ebenso schwellig, weitere Alternativen scheinen keine mehr vorhanden zu sein. Da sehen wir einige Fischerboote im Fünferpack an der Südküste ankern. Unser Tiefenmesser zeigt 36 m, aber keinen Schwell. Wo Fischer ankern, kann es nicht schlecht sein. Also runter mit der Kette. Wir sind zufrieden mit uns. Alfred und Kilian statten den Fischern einen Besuch ab und kommen mit einem großen Plastikkorb voller Gamas, Kalamares, Krabben und Fischen zurück. Die Fischer wollen nur ein paar Bier dafür. Während wir noch fleissig Meeresgetier putzen liegen die Fischerboote mal links, mal rechts von uns. Das kommt uns spanisch vor. Wieviel Leine haben die gesteckt? Wir ankern um, dieses Mal auf über 40 m. In der Nacht kommt der Schwell und neben den Wellen weckt uns ein lautes Hupen. Neben uns ankert ein Fischerboot in voller Beleuchtung - und meint, wir kämen ihnen zu nahe. Wäre wohl die Frage, wer hier wem zu nahe kommt? Wir waren schließlich zuerst da. Aber Schwell, Fischer und zudem irgendwo ein Stein nahe der Wasseroberfläche, dessen genaue Lage wir nicht kennen, treibt uns um 2 Uhr nachts endgültig in die Flucht. Unser nächstes Heil suchen wir in Koh Phi Phi. Hier erwarten wir keinen einsamen Strand. Jeder weiß, das hier ist ein Touristenmagnet. In der Nordbucht ankern wir vor einem kleinen Strand, der von einer großen Affenfamilie bewohnt wird. Wir kommen abends an und finden überraschenderweise Ruhe. Am morgen karren sie dann in Schnellbooten und Longtails scharenweise die Touristen heran. Teilweise sind es über 20 Touristenboote. Immerhin kann man den Strand noch zwischen den Menschen erkennen. Aber am Nachmittag wird es ruhiger und wir haben Affen und Korallen für uns. Koh Phi Phi wurde ziemlich vom Tsunami zerstört. Die Welle kam von beiden Seiten über den schmalen Sandstreifen, auf dem sich viele Shops, Restaurants und Hotels befinden. Es ist schon das meiste wieder aufgebaut, aber die Zerstörung ist an manchen Stellen noch sichtbar. Wir fahren zum Ort und freuen uns über eine richtig dünne, knusprige Pizza. Die angefressenen Kalorien dürfen wir uns dann wieder abarbeiten. Wir hatten die Tide nicht beachtet und müssen unser Beiboot einige Meter weit zurück ins Wasser schleppen. Jetzt wird es langsam Zeit für Phuket. Sieben Tage nach dem Ausklarieren in Langkawi lassen einem die Behörden Zeit, dann sollte man seine Ankunft in Thailand offiziell melden. Die Ao Chalong Bay ist uns zu flach, so ankern wir ausserhalb. Nachher geht es nach Koh Yao Yai für einen Zwischenstopp, bevor wir in die Yacht Haven Marina einlaufen können. Kaum liegt der Anker ruft uns eine Frau laut „Hallo“ und sie und ihre Begleiter fahren mit ihrem Longtail-Boot zu uns, in der Hand 3 große Krabben schwenkend. Ein Geschenk, für uns. Sie wollen nichts, statt dessen winkt die Frau immer unseren Kindern zu, die mit der Aufmerksam, die sie erzeugen, wenig anfangen können. Scheu blicken sie auf den Boden und lächeln verschämt.
Foto: Abendstimmung an unserem Ankerplatz in Koh Yao Yai. |