Jemen

Wir wollten zu den Hanish Islands. Die Inseln gehören derzeit zu Jemen, werden wohl aber ab und an auch von Eritrea beansprucht. Entsprechend unsicher ist die Lage für die Segler. Zu einem Boot sagt man „ihr könnt da nicht hin“, uns schrieb man in der Kapitänerie von Aden wenige Tage später handschriftlich eine Empfehlung für die Militärs dort. Unser Ankerplatz vor Great Hanish erinnerte uns etwas an La Graciosa, der kleinen Inseln vor Lanzarote. Goldenroter Sand und schwarzer Lava-Sand ergaben mit dem smaragdgrünen Wasser ein schönes Farbenspiel, nur die vielen verrosteten Konservendosen trübten das Bild. Sogar ein Bad im Meer war mal wieder drin (als wir allein waren).

Foto: Unser Ankerplatz bei Great Harnish Island, Jemen.

Die Militärs waren freundlich, kamen zum Boot und warnten uns vor einem schwimmenden Kollegen, der ab und an lange Finger hätte. Als sie weg waren, fehlte Lisas Sonnenbrille ;-) Aber es machte uns eigentlich wenig aus und wir genossen die Zeit hier. An Land fuhren uns die Männer mit dem Jeep über die Insel. Als wir zurückkamen saß einer mit der Kalaschnikow auf unserem Dinghy und bewachte es, vor wem auch immer. Unser Aufenthalt wurde auf jeden Fall positiv aufgenommen. Sie freuten sich wie kleine Kinder als wir sie fotografierten und ihnen am nächsten Morgen die Ausdrucke brachten.

Foto: Heute, am Donnerstag (muslimischer Feiertag), kamen die Soldaten in Zivil zu einem Schwätzchen an den Strand.

Segler, die nach uns kommen, bringt ihnen bitte frische Früchte mit, die Jungs hier leben aus der Dose, nur das Quat kommt täglich frisch!

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Foto: Mattel (oder deren Kopierfabrik) zeigt sich flexibel: Kulturverträgliche Barbie-Schultasche, Al Mukalla, Jemen.